Machbarkeitsstudie für ein Ensemble in Pulheim
Studie, 2026.
Für ein kleines Ensemble aus Wohngebäude aus den Sechzigerjahren wurden iterativ Nachverdichtungsszenarien ausgelotet. Die insgesamt sechs Häuser verfügen insgesamt über 30 sozial geförderte Wohnungen. Die Gebäudegruppe funktioniert als kleines Ensemble im eigentlich von kleinteiliger Einfamilien- und Bungalowhäusern geprägten Umgebung.
Die drei Gebäudegruppen bilden mit einer Nachbarbebauung einen dreieckigen Hof und sind im Bestand umseitig erschlossen. Die Baukörper verspringen in regelmäßigen Abständen und gliedern die Häuser und bilden damit immer wieder Raumnischen. Sehr prägnant sind die großen offenen Giebelflächen, welche sich immer wieder versetzt ins Bild schieben. Die bestehenden Freiflächenpotenziale sind größtenteils bereits versiegelt und mit Parkplätzen belegt, welche nicht aufgegeben werden können.
Die entwickelte Variante der Nachverdichtung setzt diese kleinteilige Logik fort und versucht die bestehenden Ansätze zu intensivieren. Um auf die Umgebung Rücksicht zu nehmen wird der Bestand nur punktuell auf drei Geschosse aufgestockt und über den Parkplätzen eine neue Bebauung vorgeschlagen. Sowie ein „Schmuckstück“ in Form einer Remise im Hinterhof, welche durch Ihre konträre Ausrichtung den Hofraum in mehrere fließende Räume aufteilt.
Die Neubauten über den Parkplätzen werden als Fortführung der Bestandskörper gesehen. Ihre Adressbildung geschieht über den Hof, um die innere Mitte des Hofraumes zu aktivieren. Besonders der westliche Körper bildet dadurch ein Tor in die privatere Hofzone. Durch die Verengung sowohl durch die Körper als auch Mietergarten soll eine differenzierte Abfolge von verschiedenen Privatsphären erzeugt werden.
Die neue Remise im Hof teil die Fläche in kleinere Teilflächen und ermöglicht so eine differenzierte funktionale Zuordnung der Spiel- und Gemeinschaftsbereiche im Hof.
Projektleitung:
Verena Scheer.
Mitarbeit:
Lion Gerlich,
Tom Surberg.